Unter der Kraftaufbau, egal ob operiert oder nicht,

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Last updated: May 19, 2019

Unter demfolgenden Abschnitt werden alle erhobenen Daten der Publikationen tabellarischund narrativ zusammengefasst. Der unter Gruppenvergleich ergänzte p-Wertsymbolisiert dabei einen statistisch signifikanten Effektnachweis im Interventionsvergleich.4.1       Studien über Elektromuskuläre Stimulation(EMS)Ausder Studie von Feil et al., 2011, geht hervor, dass sich ElektromuskuläreStimulation (EMS) kombiniert mit einem Krafttrainingsprogramm in dergeschlossenen kinetischen Kette, gemessen in einem Kniewinkel von 90° als auch180°, sowohl signifikant im Vergleich zur Kontrollgruppe, auf die Steigerungder Kraft als auch auf die Funktionalität des Kniegelenks, gemessen anhand demIsomed 200-Messgerät (Muskelkraft), Einbein-Sprungtest und 25-Meter-Gehtest(Funktionalität), auswirkt. In Ihrer Studie wurden 2 Interventionsgruppen mit33 und 29 Personen einer Kontrollgruppe mit 34 Personen gegenüber gestellt.

Alle 3 Gruppen, bestehend aus 22 Frauen und 74 Männern mit einemDurchschnittsalter von 32,5 Jahren, absolvierten ein standardisiertesÜbungsprogramm aus Fahrradergometer, Squats, isoliertem Quadrizeps-Training inder geschlossenen kinetischen Kette sowie Aquajogging. Die Anwendungenerstreckten sich über 12 Wochen und dauerten jeweils 20 Minuten; 3-mal am Tagund 5-mal pro Woche. Die Interventionsgruppe erhielt eine Stromapplikation von50 Hz und 70 mA. Außerdem ging aus der Studie hervor, dass diese positivenAuswirkungen mit Zunahme der Behandlungsdauer, hier gemessen bis 6 Monatepost-OP, einen stetig steigenden Verlauf erfuhren. DieHypothese, dass das ergänzende Training mit EMS in der CKC bessere Ergebnissehinsichtlich des Muskelaufbaus des M. quadriceps femoris erzielt, konnte auchin dem RCT von Taradaj et al.

, 2013, durch Kraftmessungen von Profi-Fußballernmittels Tensometer bestätigt werden. Deren Anwendungen erfuhren sowohl eineInterventionsgruppe mit 40 Männern als auch eine Kontrollgruppe mit ebenfalls40 Männern, die ein ähnliches Übungsprogramm und dieselbe Stromapplikationerfuhren wie in der Studie von Feil et al., 2011, nur eben über 4 Wochen; 3-malam Tag und 3-mal pro Woche. Zudem weisen Taradaj et al., 2013, darauf hin, dassdurch die Ergänzung von EMS in der CKC der Kraftaufbau, egal ob operiert odernicht, schneller vonstattengeht und man somit schon früher in die Aktivität(Return to activity) / in den Sport (Return to sport) zurückkehren könne. DieStudie von Lepley et al., 2014, kam hingegen zum Ergebnis, dass die parallelstattfindende Muskelstimulation in CKC mit zusätzlich angebrachten Elektrodenin der Interventionsgruppe dem standardisierten Training in CKC ohne EMS nichtüberlegen ist.

Des Weiteren sind sie der Meinung, dass die Effekte auch nichthöher in der Interventionsgruppe mit Patienten mit VKB-Ruptur als bei gesundenPersonen ausfallen, gemessen anhand einer maximal möglichen isometrischenKontraktion. EMS in die Rehabilitation nach Ruptur des vorderen Kreuzbandes zuintegrieren, bringt daher aus Sicht von Lepley et al., 2014, keinen Vorteil.Vier Interventionsgruppen mit 8, 10, 8 und 10 Personen (Durchschnittsalter 21,9Jahre) erfuhren in deren Studie ein gerätegestütztes Krafttraining ausBeinstreck- und Beinbeugeübungen mit/ohne EMS 2-mal pro Woche über insgesamt 12Wochen (6 Wochen pre- und 6 Wochen post-OP) und eine Kontrollgruppe mit 10gesunden Personen erfuhr keine Intervention.4.2       Studien über Propriozeptives (Vibrations-)TrainingPistone etal.

, 2016, kamen zum Ergebnis, dass ein spezielles Krafttrainingsprogramm aufeiner Vibrationsplatte einem traditionellem Krafttraining in OKC, ohneVibration als Ergänzungsintervention, überlegen ist und signifikanteVerbesserungen der Muskelkraft und des Lysholm-Scores jedoch nicht der Balance hervorruft.Zwischen September 2014 und Januar 2016 wurden jeweils 17 Personen einerInterventions- als auch einer Kontrollgruppe mit einem Durchschnittsalter von28 Jahren zugeteilt. Zusätzlich zum traditionellen Krafttraining wurde in derInterventionsgruppe das Training auf einer mit 20 bis 50 Hz, mit5Hz-Progression, vibrierende Plattform ausgeführt. Die Übungen fanden, statisch(Interventionsgruppe) und dynamisch (Kontrollgruppe), in einem Kniewinkel von40°  bis 90° über einen Zeitraum von 12Wochen zu je 3 x pro Woche über insgesamt 90 Minuten pro Trainingseinheit statt. Die Kraftmessung wurdeanhand der Muscle-Lab-Messung nach einem Monat auf +8% und nach drei Monatenauf +13% Zugewinn beziffert; die Balancemessung mittels ZEBRIS brachte keinenUnterschied gegenüber der Interventionsgruppe hervor. DesWeiteren fiel der enorme Zeitgewinn der Interventionsgruppe mitVibrationszusatz gegenüber der Kontrollgruppe ohne Vibration auf.

Ein ähnlichesErgebnis konnte auch Pamukoff et al., 2016, deren Recherche von Juli 2014 bisMärz 2015 stattfand, aufweisen. Nach identischen Interventionen konnten die WBV-Gruppeund die LV-Gruppe bestehend aus 20 Personen (14 Frauen, 6 Männer mit einemDurchschnittsalter von 21,1 Jahren), die ihr Training mit Vibration absolviertenmittels der M-Wave-Kraftmessung einen Kraftzuwachs von 16,2%, gemessen nacheiner Woche, gegenüber der Kontrollgruppe aufweisen, die aus denselbenTeilnehmern besteht. Ein identisches Übungsprogramm bestehend aus Beinstreck-und Kniebeugeübungen im 60°-Winkel (6 Wdh. zu je 60 Sek. über eine Woche mitjeweils einer Woche Pause) plus zusätzlicher Applikation von Vibration mit einer Frequenz von 30 Hz waren Inhalt derAnwendungen.

Gemäß derStudie von Costa et al., 2017, ist ein standardisiertes Training auf einervibrierenden Platte einem standardisiertem Training ohne Vibration nichtüberlegen. Sie konnten durch die mit SENIAM erfolgte Kraftmessung einen p-Wertvon < 0,05 ermitteln, welcher einem statistisch geringem Effektnachweisentspricht. 44 Personen wurden in zwei Gruppen zu je 22 Personen(Probanden-Durchschnittsalter der Interventionsgruppe = 28,0 + 5,52Jahre und der Kontrollgruppe = 26,8 + 6,83 Jahre) unterteilt. DieInterventionsgruppe mit einer 50 Hz-starken, 10 Sätze zu je 30 Sek. andauerndenzusätzlichen Vibration über eine Gesamtdauer von 300 Sekunden und die Kontrollgruppemit einem identischen Übungsprogramm ohne Vibration mit 40° Knieflexion. Pre-und post-Tests fanden jeweils vor und nach der Intervention, 17 + 1,4Wochen postoperativ, statt.

4.3       Studien über das standardisierte Trainingin offener und/oder geschlossener kinetischer KetteGemäß Fukudaet al., 2013, ist das standardisierte Training in der offenen kinetischen Kette(OKC) dem Training in der geschlossenen kinetischen Kette (CKC) weder unter-noch überlegen. 45 Personen, evaluiert zwischen Mai 2008 und Juli 2011, zwischen16 und 50 Jahre nahmen an dieser Studie teil. 23 Probanden erfuhren ein frühes Trainingin OKC (4.

Woche post-OP mit limitiertem ROM; 45° bis 90°) und 22 Probanden einspätes Training in OKC (12. Woche post-OP ohne ROM-Limitierung). Es wurdenisometrische Maximalkrafttests in offener kinetischer Kette (Quadrizepskräftigungbei Kniewinkel 60°, 90° und Hamstringkräftigung mit 30°) mit einem Lafayette-Dynamometerfestgehalten. Die Untersuchungen wurden in der 12., 19. und 25.

Woche sowienach 17 Monaten durchgeführt. Es wurden keine Unterschiede zwischen den Gruppenfür Quadrizeps- und Hamstring-Maximalkrafttest nach jeder Testphase (p < 0,05)festgestellt. Die Studie beschreibt also insgesamt weder positivere noch negativereAuswirkungen hinsichtlich der Trainingsaufnahme auf die Muskelkraft, der Kniestabilität,der Schmerzreduktion und der Funktionalität des Kniegelenks im Vergleich derFrüh- zur Spätstarter-Gruppe. Die Studievon Cho et al., 2013, kann bestätigen, dass das Training auf instabilemUntergrund signifikante Verbesserungen der Knieinstabilität und derGelenkfunktion bei 45° Kniewinkel zur Folge haben, jedoch nicht bei einem 15°Kniewinkel.

Innerhalb deren Studie mit insgesamt zwischen September 2012 undMärz 2013 28 randomisierten Männern, zählte die Interventionsgruppe 14 Personenmit einem Altersgefüge von 28,78 + 7,24 Jahre und die Kontrollgruppe einAltersgefüge von 29,92 + 5,46 Jahre, die ein standardisiertes Trainingin CKC auf stabilem/instabilem Untergrund 3 x pro Woche zu je 60 Minuten über 6Wochen absolvierten. Insgesamt lautet das Ergebnis, dass das Training aufstabilem Untergrund dem Training auf instabilem Untergrund hinsichtlichKnieinstabilität und Gelenkfunktion überlegen ist. Das Outcome dieser Studie wurdemithilfe des Lysholm-Scores bei 15° und 45° Kniewinkel als pre- und post-Test gemessen.Dieses Ergebnis lässt demnach auch schlussfolgern, dass ebenfalls signifikanteErgebnisse bezüglich der Muskelkraft zu erwarten sind. Barcellona etal., 2013, kamen zum Ergebnis, dass das Training in offener kinetischer Kette (OKC)als Möglichkeit, die Knieinstabilität zu verringern, durchaus als signifikante MaßnahmeAnwendung in der Rehabilitation finden sollte. Sie begründen dies mit der Aussage,dass das standardisierte Training in der offenen kinetischen Kette (OKC =isoliertere Muskelaktivierung), bei guter Ausführung, gegenüber dem Training ingeschlossener kinetischer Kette (CKC = höhere Muskelaktivität) den Effekt einergeringeren Knielaxität von – 133 N, gemessen durch einem KT2000-Arthrometer,aufwies.

Beide Methoden aktivieren letztendlich die Muskulatur, stabilisierenmehr oder weniger das Kniegelenk und schützen somit folglich auch das vordereKreuzband vor übermäßiger Belastung. Diese Ergebnisse entstammen aus derenStudie mit insgesamt 36 Personen im Alter von 18 bis 60 Jahren, unterteilt inzwei Interventionsgruppen (Low/High) bestehend aus 12 und 11 Personen und einerKontrollgruppe bestehend aus 13 Personen, die standardisierte rehabilitativeÜbungen für Personen nach einer VKB-Ruptur in OKC über 12 Wochen absolvierten. Nachdem signifikanten primären Outcome, der Knieinstabilität, gemessen vor, nach 6und nach 12 Wochen des Übungsprogramms, schlussfolgerten Barcellona et al.,2013, dass der positive Effekt aufgrund des Widerstands-/Krafttrainingsentsteht.

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